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 Schülerfirma produziert und vertreibt Kosmetik und Anti-Stress-Produkte

Insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler der Realschule plus in Hahnstätten arbeiten in diesem Schuljahr innerhalb des Fachbereichs Wirtschaft und Verwalten an/in einer Schülerfirma. „Bollty Handmade“ – lautet der originelle Name, den die Schülerinnen und Schüler selbst kreierten. Der Name setzt sich zusammen aus „Ball“ und „Beauty“ zusammen und soll die Produktpalette beschreiben, die durch die Schülerfirma offeriert wird.

„Mit der Schülerfirma werden die Jugendlichen mit der wirtschaftlichen Realität einer Betriebsgründung konfrontiert“, erläutert die Lehrerin des Wahlpflichtfachs, Esther Schönborn. „Von der Unternehmensidee, über den Einkauf der Materialien, die Produktion oder die Einsatzplanung von Kapazitäten und Personal auf Märkten sowie die Organisation von Veranstaltungen müssen sich die Schüler um alles kümmern“, so Schönborn weiter.

Die Palette an Aufgaben ist groß und umfasst alle „Abteilungen“, die es auch in Großunternehmen gibt: Finanzen, Verwaltung, Vertrieb, Marketing und Produktion – natürlich gibt es auch zwei ‚Chefs‘, die koordinieren, organisieren und überall dort einspringen müssen, wo es gerade klemmt.

Bollty HandmadeInsgesamt investieren die 12 Schüler, alle im Alter zwischen 15 und 16, viel Freizeit und Ideen, um ‚ihr‘ Unternehmen voran zu bringen. Ahmet Cerkini, neben Luca Adam einer der ‚Chefs‘ der Firma erklärt: „Wir haben Beauty-Produkte wie Cremes, Lippenbalsam oder Deocremes im Angebot. Zudem die ‚Stressless Knautschis – eine Art Anti-Stress-Ball – den wir aber in allen möglichen Formen anbieten“. Die erzeugten Produkte werden dann auf Weihnachtsmärkten, wie in Niederneisen oder Burgschwalbach, im klassischen Pausenverkauf in der Schule oder auch auf dem Diezer Frühlingsmarkt (15. April) sowie dem Pflastermarkt in Katzenelnbogen (29. April) verkauft.

Auf die Frage, woher denn das Produktionsmaterial kommt, wird augenzwinkernd geantwortet: „Amazon macht es möglich“. Auch die lokale Sparkasse hilft der Schülerfirma mit einem eigenen und kostenfreien Junior-Konto. „Dafür gibt es eben kein Online-Banking, sondern man muss noch manuelle Überweisungen tätigen“, erläutert Luca Adam.

Die Idee geht auf das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zurück. Dort wurde bereits vor 20 Jahren das ‚JUNIOR‘ – Programm „Wirtschaft erleben“ in die Tat umgesetzt. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird das JUNIOR-Programm auch im Wahlpflichtfach in der Realschule plus in Hahnstätten umgesetzt. „Hierfür benötigen wir mindestens 8, maximal ist es mit 16 Schülern umzusetzen.“

„Der wirtschaftliche Erfolg der Firma fließt genauso in die Zeugnisnote ein, wie das Engagement an Wochenenden auf Verkaufsmärkten“, erläutert Schönborn weiter. „Es setzt viel Eigenmotivation der Schülerinnen und Schüler voraus – insbesondere auch daher, weil man kostbare Freizeit opfern muss. Es ist eine zeitintensive Erfahrung.“

Eine tolle Referenz erhielt die Schülerfirma erst Anfang März. Da wurde der Kurs von Frau Schönborn zu einer Pressekonferenz von Bildungsministerin Dr. Hubig nach Mainz eingeladen. „Als lediglich eine von zwei Schülerfirmen aus Rheinland-Pfalz“, berichtet Schönborn stolz. „Das ist eine tolle Auszeichnung und ein dickes Lob für die Schüler“.

Auch im Jahr 2019 wird das Projekt in Hahnstätten fortgeführt. „Uns geht es um das Erlebnis und die Erfolge, die die Schüler erzielen. Das hilft ihnen auf ihrem weiteren beruflichen Lebensweg“, erläutert Esther Schönborn zum Abschluss.

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